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Imbolc / Lichtmess

31. January 2012
23:34:41 CET
Imbolc / Lichtmess: Fest des jungfräulichen Lichtes

Der Winter ist die Jahreszeit in der sich das meiste Leben in der Natur in die Erde zurückzieht.
Hier ruht der Samen, wohlbehütet und gewärmt von der schützenden Erd- und Schneedecke im Bauch von Mutter Erde. In dieser Zeit wird das Fest "Imbolc" gefeiert, was übersetzt "im Bauch" heißt. Es ist eines der 4 großen keltischen Feuerfeste.
Imbolc wurde als Lichtfest gefeiert und war für unsere Vorfahren ein Fest der Vorfreude auf den kommenden Frühling, die Versprechung des wiederkehrenden Lebens und des Sonnenlichtes. So war diese Fest auch sehr wichtig für die Gemüter in dieser Zeit, um während dem langen Winter, sich mit dem Licht zu verbinden. 
Der 1. Februar ist der Festtag der Göttin Brigit, die für die keltischen Völker eine der wichtigsten Göttinnen war, und den Christen als die "heilige Brigit" bekannt ist. Brigit ist ein bedeutender Archetyp für die damalige Zeit. Sie war die dreifaltige Göttin, die Schutzpatronin der Poesie, der Heilkunst und Schmiedekunst, die Herrin der geheiligten Flammen, der Heilquellen und des jungfräulichen Lichtes. Da ich an diesem Tag geboren wurde, fühle ich mich dieser Zeit und Energie sehr verbunden.
Das Neuentfachen des jungen Lichtes und die Lichtweihe am Lichtmesstag ist in ganz Europa noch im Brauchtum verankert.
In der katholischen Kirche feiert man Mariä Lichtmess mit Kerzenweihe als kleines Überbleibsel des geweihten jungfräulichen Lichtes. In manchen Gegenden trägt man das geweihte Lichtmessfeuer von Haus zu Haus und entzündet noch die Herdfeuer damit, oder eine Kerze am Hausaltar.
Es ist Brauch, die brennenden Kerzen durch das ganze Haus und die Ställe zu tragen, um den Segen des Lichtes überall weiterzugeben.
Es ist vielerorts noch Brauch erst nach Lichtmess die Weihnachtsbäume abzubauen, die auch Symbol für Fruchtbarkeit und Licht sind. Auch unser Weihnachtsbaum steht noch in voller Schönheit und hat uns wunderbar bei der Vollmond Meditation und während des Trommelkreise begleitet.
Der Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl schreibt: " "Noch immer gibt es alte Bauern, die am Lichtmesstag ihre Obstbäume wachrütteln und den Bienen im Stock die frohe Botschaft verkünden."

Ich finde es sehr schön, dass diese Feste für uns wieder an Bedeutung gewinnen. Durch das Wiedererwecken des alten Wissens und Bräuche, bekommen für mich christliche Feste eine viel tiefere Bedeutung.

Wie ist das für Euch?



1. February 2012
06:57:27 CET
Hallo Bianka, ich habe immer den Spruch im Ohr von meiner Mutter, "Maria Lichtmess bei Tag ich zur Nacht ess."
ja die Tage werden wieder länger jippiiiiiiiii. Ja ich freue mich auch auf den besuch beim nächsten Jahreskreis er bringt mich Mutter Erde immer näher. Ich hoffe es werden immer mehr Jahreskreisfesteanbieter sich finden um den Menschen wieder mit Mutter natur zu verbinden.
Danke Dir für diese Info ich werde heute mit den Kindern durch das Hausgehen und auch durch den Garten wenn es Dunkel ist mit einer Kerze um meinem Garten und dem Haus die Botschaft des ichtes zu bringen.
vielen Dank und lichtvolle Grüße
soraya
3. February 2012
16:21:31 CET
Liebe Soraya, ich kann dir nur zustimmen.
Im Kreis miteinander die Erde und unsere eigene Schönheit zu ehren, ist eine tiefgehende wunderbare Erfahrung und man nimmt viel mit in den Alltag, was man dann auch dort umsetzen kann. Die Kinder mit einzubeziehen finde ich eine tolle Idee.
Da ich am 1. Februar Geburtstag habe, habe ich den ganz besonders schön gefeiert. :-)

Sonnige Grüße

Bianka
4. February 2012
21:28:48 CET
Herzlichen Glückwunsch nachträglich. Mögen deine Wünsche sich nacheinander erfüllen.
alles Liebe Soraya
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