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About Babaji in Yogananda's "Autobiography of a yogi"

Member
17. February 2013
07:22:18 CET
Yogananda erläutert:

"Ein Avatar lebt

im allgegenwärtigen GEIST; d.h., er lebt außerhalb der Grenzen von Zeit

und Raum. Babaji kann daher nur einen Beweggrund haben,

jahrhundertelang in demselben Körper zu leben: er will der Menschheit

ein konkretes Beispiel ihrer eigenen Möglichkeiten geben. Wäre es den

Menschen nie vergönnt, für kurze Zeit die fleischgewordene Gottheit zu

schauen, so würden sie ganz und gar der Täuschung (Maya) anheimfallen

und es nicht für möglich halten, daß der Tod überwunden werden kann."
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18. February 2013
16:37:58 CET
Yogananda fährt fort:

"...auch für Babaji

(Anm.: wie für Jesus) existieren die relativen Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

nicht; ihm waren von Anbeginn alle Phasen seines Lebens bekannt. Um

sich aber dem begrenzten Fassungsvermögen der Menschen anzupassen,

sorgte er dafür, daß sich viele Szenen seines göttlichen Lebens in

Gegenwart von ein oder mehreren Zeugen abspielten. So geschah es auch,

daß ein Jünger von Lahiri Mahasaya zugegen war, als Babaji die Zeit für

gekommen hielt, die Möglichkeit seiner körperlichen Unsterblichkeit zu

verkünden. Er legte dieses Versprechen in Gegenwart von Ram Gopal

Muzumdar ab, damit dieser es später anderen Wahrheitssuchern

weitererzählen und sie dadurch erheben konnte. Die großen Meister

nehmen nur scheinbar am natürlichen Ablauf der Ereignisse teil und

sprechen ihre Worte hauptsächlich um der Menschen willen.
Member
19. February 2013
18:00:50 CET
In der Autobiographie eines Yogi folgt nun eine längere Erzählung, die in mehreren Teilen hier erscheinen soll:

"Als

ich damals Ram Gopal, den

»Heiligen ohne Schlaf«, in

Ranbajpur besuchte, erzählte er mir die wunderbare Geschichte von

seiner ersten Begegnung mit Babaji.

»Von Zeit zu

Zeit verließ ich meine einsame Höhle, um Lahiri Mahasaya in Benares zu

besuchen«, sagte Ram Gopal. »Als ich einst gegen Mitternacht mit

mehreren anderen Jüngern schweigend zu seinen Füßen saß, gab mir der

Meister einen überraschenden Auftrag:

»Ram Gopal,

sagte er, »geh sofort zum Dasasamedh-Bade-Ghat.«

Bald hatte ich

den einsamen Ort erreicht. Es war eine mondhelle Nacht, und am Himmel

flimmerten die Sterne. Nachdem ich eine Weile still und geduldig

dagesessen hatte, wurde meine Aufmerksamkeit auf eine riesige

Steinplatte gelenkt, die sich dicht vor meinen Füßen befand. Sie hob

sich langsam in die Höhe und ließ eine unterirdische Höhle sichtbar

werden. Dann blieb der Stein unerklärlicherweise in der Luft stehen,

und die verhüllte Gestalt einer jungen, unsagbar lieblichen Frau

schwebte aus der Höhle empor. Sie war von einem milden Strahlenkranz

umgeben und ließ sich langsam vor mir nieder, wo sie regungslos, in

tiefer Ekstase, stehen blieb. Schließlich bewegte sie sich und sprach

mit sanfter Stimme:

»Ich bin Mataji, die Schwester Babajis. Ich habe

ihn und auch Lahiri Mahasaya gebeten, heute nacht zu meiner Höhle zu

kommen, um eine höchst wichtige Angelegenheit mit mir zu besprechen.«

(Anm. Mataji bedeutet:) »Heilige Mutter«. Mataji lebt ebenfalls seit

Jahrhunderten in ihrem gegenwärtigen Körper und ist geistig fast so

hoch entwickelt wie ihr Bruder. Sie hält sich in einer geheimen,

unterirdischen Höhle am Dasasaniedh-Ghat auf, wo sie ununterbrochen im

Zustand der Ekstase lebt."
Member
20. February 2013
17:08:46 CET
Ram Gopals Erzählung geht weiter:

"Gleich darauf

erblickte ich ein seltsames, nebelhaftes Licht über dem Ganges, das

sich in den dunklen Wassern widerspiegelte. Es näherte sich uns mit

großer Geschwindigkeit, bis es schließlich blitzartig neben Mataji

niederschoß und sich sogleich in die Gestalt Lahiri Mahasayas

verdichtete. Demütig berührte er die Füße der Heiligen (Mataji).

Noch ehe ich

mich von meinem Staunen erholt hatte, bemerkte ich eine geheimnisvoll

kreisende Lichtmasse, die sich am Himmel entlangbewegte. Schnell

schwebte der leuchtende Flammenwirbel herab und näherte sich unserer

Gruppe, wo er sich in einen wunderschönen, jugendlichen Körper

verdichtete. Ich wußte sofort, daß es Babaji war, denn er sah aus wie

Lahiri Mahasaya; nur wirkte er viel jünger und hatte langes, glänzendes

Haar.

Lahiri

Mahasaya, Mataji und ich knieten zu Füßen des großen Gurus nieder. Ein

unbeschreiblicher, glückseliger Schauer überflutete mich, als ich

seinen göttlichen Körper berührte."
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22. February 2013
06:49:10 CET
Ram Gopal fährt fort:

"»Gesegnete

Schwester«, sprach Babaji, »ich habe vor, meinen Körper aufzulösen und

im Strom der Unendlichkeit unterzutauchen.«

»Ich habe dies

bereits vorausgeahnt, geliebter Meister, und möchte heute mit dir

darüber sprechen. Warum willst du deinen Körper aufgeben?« Mit diesen

Worten schaute die Heilige ihn flehentlich an.

»Macht es einen

Unterschied, ob ich eine sichtbare oder unsichtbare Welle im Meer

meines GEISTES bin?«

Da erwiderte

Mataji mit drolliger Schlagfertigkeit: »Unsterblicher Guru, wenn es

keinen Unterschied macht, so gib deinen Körper bitte niemals auf.«

»Es sei, wie du

sagst«, erwiderte Babaji feierlich. »Ich will meinen irdischen Körper

niemals auflösen, sondern zumindest einer kleinen Anzahl von Menschen

auf dieser Erde immer sichtbar bleiben. Der Herr hat Seinen Wunsch

durch deinen Mund kundgetan.«
Member
24. February 2013
08:19:43 CET
Zu der Aussage Matajis: "Wenn es keinen Unterschied macht..." merkt Yogananda an:

Diese Antwort erinnert uns an die Worte des

Thales. Der große griechische Philosoph lehrte, daß kein Unterschied

zwischen Leben und Tod bestehe. »Warum stirbst du dann nicht?« fragte

ihn ein Kritiker. »Eben weil kein Unterschied besteht«, erwiderte

Thales.

Ram Gopal erzählt weiter:

"Während ich

noch ehrfurchtsvoll dem Gespräch dieser erhabenen Wesen lauschte,

wandte sich der große Guru mit einer segnenden Geste an mich.

»Fürchte dich

nicht, Ram Gopal«, sprach er, »dir ist großer Segen widerfahren, weil

du Zeuge dieses ewigen Versprechens sein durftest.«"
Member
24. February 2013
08:21:30 CET
"Nach Anweisung von Yoganandaji

zeichnete eine Künstlerin dieses lebensgetreue Bild des großen

Yogi-Christus im neuzeitlichen Indien, Mahavatar Babaji lehnt es ab,

seinen Jüngern die begrenzenden Einzelheiten seines Geburtsortes und

Geburtsdatums bekannt zu geben. Viele Jahrhunderte lang hat er inmitten

der schneebedeckten Berge des Himalaja gelebt. »Jeder Jünger, der den

Namen Babajis ehrfürchtig ausspricht«, sagte Lahiri Mahasaya, »zieht

augenblicklich seinen Segen auf sich herab.«"
Foto: http://www.momanda.de/groups/photo/view/group_id/383/photo_id/177848
Member
25. February 2013
16:45:39 CET
Ram Gopal beschließt seine Erzählung über die Begegnung mit Babaj:

"Erhobenen

Geistes kehrte ich zum Haus Lahiri Mahasayas zurück. Als ich mich bei

Tagesanbruch vor ihm verneigte, blickte der Guru mich mit

verständnisvollem Lächeln an.

»Ich freue mich

für dich, Ram Gopal«, sagte er. »Dein sehnlicher Wunsch, Babaji und

Mataji zu begegnen, ist auf wundersame Weise erfüllt worden.«

Von meinen

Bruderschülern erfuhr ich, daß sich Lahiri Mahasaya seit Mitternacht

nicht von der Stelle gerührt hatte.

»Nachdem du zum

Dasasamedh-Ghat aufgebrochen warst, hielt er einen inspirierenden

Vortrag über die Unsterblichkeit«, erzählte mir ein Chela. Zum ersten

Male verstand ich voll und ganz die in den heiligen Schriften

verkündete Wahrheit, daß ein erleuchteter Meister zur selben Zeit in

zwei oder mehreren Körpern an verschiedenen Orten erscheinen kann.



»Später

erklärte mir Lahiri Mahasaya noch viele metaphysische Einzelheiten, die

Gottes geheimen Plan für unsere Erde betreffen«, schloß Ram Gopal.

»Babaji ist von Gott auserwählt worden, während dieses gegenwärtigen

Weltenzyklus in seinem Körper weiterzuleben. Zeitalter werden kommen

und gehen, doch der unsterbliche Meister

wird auf der Bühne kommender Jahrhunderte immer zugegen sein.«"
Member
26. February 2013
08:13:35 CET
Yogananda erläutert zur Materialisation von Körpern:

"

Der Mensch ist

seinem wahren Wesen nach gestaltloser, allgegenwärtiger GEIST. Die

erzwungene oder karmische Wiederverkörperung ist das Ergebnis von

Avidya, Unwissenheit. Die heiligen Schriften der Hindus lehren, daß

Geburt und Tod Erscheinungen der Maya, der kosmischen Täuschung, sind.

Geburt und Tod haben nur in der Welt der Relativität Bedeutung. Babaji

ist weder an seinen irdischen Körper noch an diesen Planeten gebunden;

er erfüllt aber - auf Gottes Geheiß - eine bestimmte Mission auf dieser

Erde.



Große Meister

wie Swami Pranabananda (der Heilige mit den zwei Körpern - siehe Seite

328), die in einem neuen Körper zur Erde zurückkehren, tun das aus

Gründen, die nur ihnen selbst bekannt sind. Ihre Inkarnationen auf

diesem Planeten werden nicht von dem unerbittlichen Gesetz des Karmas

bestimmt. Eine solche freiwillige Wiederkehr, die nur jenen Wesen

vorbehalten ist, die sich nicht mehr von der Maya blenden lassen, wird

Vyutthana (Umkehr zum Erdenleben) genannt.

Ob ein

erleuchteter Meister auf natürliche oder übernatürliche Weise stirbt,

er hat immer die Fähigkeit, seinen Körper auferstehen zu lassen und den

Erdenbewohnern zu erscheinen. Wem es gelungen ist, sich mit Gott zu

vereinigen, dessen zahllose Sonnensysteme jeder Berechnung spotten,

wird es kaum schwierig finden, die Atome eines irdischen Körpers zu

materialisieren."
Member
27. February 2013
10:00:05 CET
Kapitel 34: Materialisation eines Palastes im Himalaya

Dieses Kapitel handelt von Begegnungen Lahiri Mahasayas mit

Babaji.

»Meine erste Begegnung mit Babaji fand im Herbst 1861 statt, als

ich 33 Jahre alt war«, hatte Lahiri Mahasaya gesagt. »Ich war damals als

Buchhalter bei der Militärtechnischen Abteilung der Regierung in Danapur

stationiert. Eines Morgens ließ mich der Abteilungsleiter zu sich rufen.

»Lahiri«, sagte er, »wie wir soeben durch ein Telegramm von unserer

Zentrale erfahren haben, sind Sie nach Ranikhet versetzt worden, wo gerade eine

Heeresstation errichtet worden ist.«

Ich trat also, in Begleitung eines Dieners, die 800 km lange Reise

an. Nachdem wir 30 Tage mit Pferd und Wagen unterwegs gewesen waren, erreichten

wir endlich Ranikhet 2 im Himalaja.

Meine Büroarbeit nahm mich nicht allzu sehr in Anspruch, so daß

ich Zeit genug hatte, in der herrlichen Gebirgslandschaft umherzuwandern. Man

hatte mir gesagt, daß große Heilige in dieser Gegend leben sollten; und ich

verspürte ein starkes Verlangen, ihnen zu begegnen. Als ich mich eines

Nachmittags wieder auf einer Wanderung befand, hörte ich zu meiner Verwunderung

aus der Ferne meinen Namen rufen. Beherzt setzte ich meinen Aufstieg auf den

Drongiri-Berg fort, obgleich ich mit leichtem Unbehagen daran dachte, daß ich

den langen Rückweg durch den Dschungel kaum noch vor Einbruch der Dunkelheit

würde zurücklegen können.

Schließlich erreichte ich eine kleine Lichtung, wo zahlreiche

Höhlen in die Felswand eingebettet lagen. Auf einem Felsvorsprung stand ein

junger Mann, der mir lächelnd die Hand zum Willkommen entgegenstreckte. Ich

bemerkte voller Verwunderung, daß er - mit Ausnahme seines kupferfarbigen

Haares - große Ähnlichkeit mit mir selbst hatte.

»Lahiri, du bist gekommen!« redete mich der Heilige liebevoll auf

Hindi an. »Ruh dich hier in dieser Höhle aus. Ich war es, der dich rief.«



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