Shop: Stefan Nama'Ba'Shie Hornung
Views: 1319
Price: € 9.90 incl. MwSt.
Shipping: plus Shipping Costs

Description:


Jedes einzelne Gedicht dieser Auswahl lädt zum Verweilen ein, um die stimmungsvollen Bilder und die Wortklänge auf sich wirken zu lassen und in seine Atmosphäre einzutauchen.

 

Die "Naturbilder" des ersten Teils erinnern an Tuschezeichnungen alter chinesischer Maler; sie bezeugen eine tiefe Achtung vor der Schönheit der Natur und die spirituelle Sehnsucht, mit ihr eins zu werden. Die „Menschenbilder“ im zweiten Teil widmen sich dem Menschsein in allen Facetten und erschließen eine reiche Gefühls-, Gedanken- und Erfahrungswelt. Diese Gedichte sprechen von Geburt und Tod, Liebe und Trennung, Verzweiflung und Hoffnung, von Verwandlung und der Suche nach dem Sinn des Lebens

 

 

Aus: GAIAS GEHEIMNIS

 

 

IM NECKARTAL

 

Ein Feuer lodert über Bergeshängen,

Wo hoch die Burg im Forste ruht;

Der Abend senkt sich in die Talesengen,

Verstreut im dunklen Fluß die letzte Glut.

 

Der Fluß - er scheint ganz stillzustehen, -

Und trägt doch ständig sein geheimes Wort

Flüsternd zwischen schwarzen Höhen

Ins Unbekannte mit sich fort.

 

Ihm entsteigen weiße Schleier,

Hüllen Ufer, Wald und Felsen ein

Und ziehen immer weiter, immer freier

Die stumme Welt ins Nichts hinein.

 

 

DER TERRORIST

 

Dieser Schmerz ist nicht mehr zu ertragen,

Alle Ungerechtigkeit der Welt!

Mit lautem Knall das in die Luft zu jagen

Ist das Einzige, was mir gefällt!

 

Schon als Kind erfuhr ich Urgewalten

Und ein wundes Kinderherz zerbrach.

Krampfhaft sich die kleinen Fäuste ballten

Und dann taten sie´s den großen nach.

 

Immer wieder dann die Unterdrückung

Durch die Schule, Religion und Staat,

Alles was ich tat, war falsch und quer

 

Und ich fand keine höhere Beglückung

In dem irr zerstörerischen Leben mehr

Als die zerstörerische, irre Tat.

 

 

 

UNSICHTBARE MAUERN

 

Unsichtbare Mauern

Sind zwischen uns gestellt.

Vielleicht schauen wir einander an,

Nur kurz, ein schwacher Schein,

Der wieder rasch vergeht.

Und wir gehen weiter unsre Wege

Durch die Dunkelheit.

Unsichtbare Mauern.

Eine Hand, die bittend sich öffnet,

Eine Hand, die fühlt und die gibt,

Und dann wieder

Unsichtbare Mauern.

Unsichtbare Mauern

Aus schweigendem Vorübergehen

Und – öfter noch

Aus Worten, falschem Lächeln,

Von Taten ohne Herz

Oder Herzen ohne Hände, ohne Zunge,

Unsichtbare Mauern.

 

 

ERINNERUNG

 

Laß uns noch einmal dem Geheimnis nahen,

Das wir berührten, einst in jener Nacht:

Das Funkeln, das wir in der Ferne sahen,

Der Zauber, den der weite Raum gebracht –

 

Wie waren wir in den Moment verwoben,

Und wir und alles andere schien eins,

Die Sterne waren in uns und hoch droben,

Im Herzen leuchtete das Glück des Seins.

 

Wie lange standen wir, in uns erschauernd,

Als Welle eines weiten Weltenmeers? –

Warum war jenes Glück nicht dauernd

Und blieb nicht bei uns so wie dieser Vers?

 

 

 

Further Informations:

Type Book
Author Prabhu Stefan Hornung
ISBN978-3-940450-21-0
Coverkartoniert
Number of Pages 164
Edition 1
0 comments

related products

Contact